Der „Vater des Schwedensteinturmes“ ist Felix Herberg. Der Drogist war über viele
Jahre der Vorsitzende des Gebirgs- und Verschönerungsvereins Pulsnitz und Umgebung.
Der Verein wurde am 20. Juni 1897 gegründet. Von da ab wirkte Felix Herberg mit Paul
Raupach, dem Förster Russig und anderen zielstrebig auf den Bau des Schwedensteinturms
hin. Der Bau konnte somit bereits 1898 begonnen und abgeschlossen werden. Mit dem
Bau wurde der Baumeister Johne aus Pulsnitz beauftragt. Der Kostenvoranschlag betrug
4105, 63 Mark. Die Ausführung belief sich schließlich auf 4000 Mark, welche in 10
Jahresraten á 400 Mark abgezahlt wurden.
Nach dem II. Weltkrieg wurde Willi Haufe ein weiterer Unterstützer des Schwedensteins
und setzte somit die Gedanken des Felix Herberg fort. Er leitete zunächst eine Tourismusgruppe
und machte somit öffentlich auf die Schönheiten der Landschaft aufmerksam. Im Jahr
1958 wurde der Natur- und Heimatfreundeverein Steina und Umgebung gegründet. Willi
Haufe sah seit der Gründung den Erhalt des Schwedensteins als seine Hauptaufgabe.
Mit anderen gelang es ihn den Turm zu einem bekannten Wahrzeichen der Westlausitz
zu machen und somit zum Wahrzeichen unserer Heimat.
Erich Peschke war ebenfalls ein Mitbegründer des Natur- und Heimatfreundeverein Steina
und Umgebung. Als Gärtnermeister lag ihn der Erhalt und die Verschönerung der Heimat
besonders am Herzen. Er setzte sich mit viel Energie für den Schwedenstein ein. Erich
Peschke war es vor allem, der den Gedanken Paul Raupachs aus der Schwedensteinkuppe
einen Erholungsplatz zu schaffen, materiell umsetzte. Hierfür war er in vielen Stunden
seiner Freizeit tätig. Entdecken Sie heute im Wald der Bergkuppe seltene Pflanzen
oder bemerken mit erfreutem Auge die Auflösung der Monokultur, so ist dies vor allem
den Wirken von Erich Peschke zu verdanken. Und wenn Sie am Rande des Weges zum Schwedenstein
Blumen wie Alpenrosen, Azaleen und zahlreiche andere Sträucher erblicken, mag so
mancher im Stillen Erich Peschke recht gegeben:
Im Jahr 1990/91 wurde der Schwedensteinturm um 4 m aufgestockt und es erfolgte in
diesem Rahmen erstmals eine Grundsanierung des Turmes nach 90 Jahren.